Beiträge :: Schlagwort #Arbeitsunfall

Folgende Beiträge wurden gefunden:

Ist eine Coronainfektion ein Arbeitsunfall?

Wer haftet für mögliche gesundheitliche Schäden, die bei Schülern und Lehrern durch Unterkühlung, Durchzug, Pneumonien und sonstigen Krankheiten aufgrund des vorgegebenen Lüftungskonzepts verursacht werden, wenn nicht gleichzeitig die Bestimmungen gem. ASR A3.6. i.V.m. ASR A3.5. eingehalten werden?

Gemäß Arbeitsschutzgesetz trifft der Arbeitgeber die erforderlichen Maßnahmen, um die Gesundheit der Lehrer und Schülerinnen und Schüler zu bewahren. Für Schülerinnen und Schüler gilt Arbeitsschutzrecht über die Vorschriften und Empfehlungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger.

Für Arbeitsunfälle bzw. „Berufskrankheiten“ an Schulen haftet der gesetzliche Unfallversicherungsträger.

Ob die Voraussetzungen zur Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung als Arbeits- bzw. Schulunfall vorliegen, hat der zuständige Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Unfallkassen, Berufsgenossenschaften) im Einzelfall zu prüfen und zu bewerten.

Die Infektion muss auf eine nachweislich mit dem Virus infizierte Person („Indexperson“) zurückzuführen sein. Dies setzt einen intensiven beruflichen bzw. schulischen Kontakt mit der Indexperson voraus. Hierbei kommt es vor allem auf die Dauer und die Intensität des Kontaktes an. Lässt sich keine konkrete Indexperson feststellen, kann im Einzelfall auch eine größere Anzahl nachweislich infizierter Personen innerhalb eines Betriebes oder einer Bildungseinrichtung ausreichen. Dies gilt im Übrigen auch, wenn die Infektion auf dem Weg zur oder von der Arbeit/der Bildungseinrichtung eingetreten ist.

Bei einer bestätigten COVID-19-Erkrankung bei einem Erkrankten im Zuständigkeitsbereich der Unfallkasse Nord wird um Meldung an die Unfallkasse Nord gebeten. Alle weiteren Schritte werden sodann veranlasst.

Tags →  @Arbeitsschutz, →  @Lüftungsplan, → #Lüften, → #Arbeitsunfall.
Stand 17.02.2021 14:06:18 [3066] → PermaLink


Ist eine Corona-Infektion ein Dienstunfall?

Ob die Voraussetzungen zur Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung als Dienstunfall nach §§ 33 ff. Beamtenversorgungsgesetz Schleswig-Holstein (SHBeamtVG) vorliegen, ist durch die zuständige Stelle im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) im Einzelfall zu prüfen und zu bewerten.

In der Praxis bedeutet dies, dass im Einzelfall von der zuständigen Stelle im MBWK auf der Grundlage des § 34 Abs. 1 SHBeamtVG geprüft werden muss, ob die geltend gemachte körperliche Schädigung (Erkrankung an Covid-19) in Ausübung oder infolge des Dienstes entstanden ist (Kausalitätsprüfung).

Eine Antragsstellung beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein ist möglich.



Tags →  @Arbeitsschutz, → ##Arbeitsschutz, → #Arbeitsunfall.
Stand 23.02.2021 16:16:06 [859] → PermaLink